Artikel-Schlagworte: „Sicherwahn“

Lückenlosigkeit

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Der knapp vereitelte Anschlag auf eine Linienmaschine nach Detroit macht deutlich, dass die Sicherheitskontrollen in der Praxis nicht lückenlos sind.

sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Hofmann, stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses laut der Website der SPD-Fraktion.

Danach fordert er unter anderem mehr Technik. Viel mehr Technik. Und noch mehr und besseres Sicherheitspersonal.

Glaubt er wirklich, dass man damit Terroranschläge „lückenlos“ verhindern kann? Wenn ja – warum? Will er auch Sicherheitsschleusen mit Nacktscannern vor dem Alexanderplatz? Dem Europaplatz? Vor einem neu eröffnenden Elektronikmarkt? Vor Autobahnauffahrten? Vor Schulen?

Überall dort klafft derzeit eine riesige Lücke im sogenannten Kampf gegen den Terror. Wollen wir ihn gewinnen, indem wir diese Lücken schließen? Oder bauen wir damit nicht unser eigenes Gefängnis?

Nachtrag I: Is aviation security mostly for show?

Nachtrag II: Interview mit Juli Zeh von Peter Voß

Web-Zensur: Suggestivfragen stützten von-der-Leyen-Vorschlag

Mittwoch, 20. Mai 2009

Die gerade durch die Presse gerauschten 92% der Bundesbürger, die sich für den von-der-Leyen-Vorschlag für Internet-Zensur (die dort so natürlich nicht genannt wurde) ausgesprochen haben, kamen nicht unwesentlich durch Suggestiv-Fragen der in Auftrag gebenden „Deutschen Kinderhilfe“ zustande.

Der Verein „Mogis – Missbrauchsopfer gegen Internetsperren“ gab beim selben Umfrageinstitut (Infratest Dimap) eine Umfrage zum selben Thema, aber mit anders formulierten Fragen in Auftrag.

Schon wurden aus der Zustimmung von 92% für die Fragestellung „Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Sperrung von kinderpornographischen Seiten im Internet. Kritiker befürchten eine Zensur und bezweifeln die Wirksamkeit solcher Sperren. Befürworter betonen dagegen, dass solche Sperren eine sinnvolle und wirksame Maßnahme gegen die Verbreitung solcher Bilder sind. Wie sehen Sie das: Sind Sie für ein Gesetz zur Sperrung kinderpornographischer Seiten im Internet oder dagegen?“ nur noch 5% (Zustimmung zur Aussage „Der Zugang zu Internetseiten mit Kinderpornographie sollte durch eine Sperre erschwert werden, das reicht aus, auch wenn die Seiten selbst dann noch vorhanden und für jedermann erreichbar sind.“)

Waren in der ersten Umfrage über 90% für Netzsperren, ist es in der zweiten Umfrage genau umgekehrt.

Ein Sachbeitrag zur Debatte war die Umfrage der Deutschen Kinderhilfe somit nicht.

Quelle: ZEIT-Artikel vom 20.5.2009, 13:09 Uhr

Wer die Suggestion im Titel findet, darf sie behalten.

Quack! Ein Drama in mehreren Akten.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Ein Käfig voller Enten wäre amüsant, wenn er nicht zum heulen wäre.

Ausschreibungsabsurditäten

Mittwoch, 10. Dezember 2008